Krei Birkenfeld ist für Luca-App startklar

Veröffentlicht am: 27.05.2021

Bei den bevorstehenden Öffnungsschritten in der Gastronomie und im Beherbergungsgewerbe im Kreis Birkenfeld können die Betriebe auf ein Instrument zurückgreifen, das ihnen die tägliche Arbeit vor allem während der Corona-Krise spürbar erleichtern wird: die Luca-App. Zudem versprechen sich das Gesundheitsamt und Landrat Matthias Schneider davon eine schnellere und verlässlichere Kontaktrückverfolgung. An Covid-19 erkrankte Bürger und jene, die ihnen tatsächlich oder vermeintlich begegnet sind, profitieren davon.

Anstelle des lästigen Führens handgeschriebener, mitunter unleserlicher, ungenauer und unvollständiger Kontaktlisten brauchen die Gastronomen nur noch die Luca-App auf ihrem Handy, Tablet oder Notebook zu installieren. Die Gäste wiederum, die die Luca-App auf ihr mobiles Endgerät herunterladen und ihre Kontaktdaten eingeben, melden sich in einem Restaurant oder Veranstaltungsort an, indem sie mit ihrem Handy den dortigen QR-Code scannen, und checken beim Verlassen aus – sofern gewünscht, sogar automatisch. Lediglich Kunden ohne Mobiltelefon müssen weiterhin manuell registriert werden.

Ein weiterer Vorteil ist, dass die Menschen, die die Luca-App nutzen, über eine lückenlose „Besuchshistorie“ verfügen, die sie bei Bedarf für das Gesundheitsamt freigeben können – statt das Gedächtnis zu bemühen, was alle Beteiligten obendrein wertvolle Zeit kostet. Nicht nur diese Fehlerquelle ist dann abgestellt: In Zukunft lässt sich der Zeitraum eines Gaststättenbesuchs exakt eingrenzen. Darüber hinaus reicht die Dokumentation 14 Tage zurück. Vorgeschrieben sind mindestens zwei Tage – im Kreis Birkenfeld hat das Gesundheitsamt diese Frist auf fünf Tage ausgedehnt.

Tritt ein Infektionsfall ein, fordert das Gesundheitsamt von dem Lokal die Daten der Gäste an, die sich zur gleichen Uhrzeit dort aufhielten; sie werden verschlüsselt übermitteln. Umgehend informiert die Behörde die Betroffenen.

Sämtliche Kontaktpersonen werden bereits beim Zugriff auf ihre Kontaktdaten transparent über die Einsichtnahme benachrichtigt. „Die Luca-App stellt insbesondere für die Gastronomie eine enorme Erleichterung dar, verkürzt Infektionsketten und ist effektiv, wenn viele Bürger und Einrichtungen sie verwenden, was für alle kostenfrei ist“, erklärt Landrat Schneider, der auf die guten Erfahrungen der rheinland-pfälzischen Modellkommunen verweist, die das System seit Mitte April erprobten.

Auch bei Sport- und Kulturveranstaltungen, privaten Feiern, Gottesdiensten und Sitzungen kommunaler Gremien ist der Einsatz der Luca-App problemlos möglich. Teilnehmende Teststationen können auch die negativen Schnelltests einspielen.