Kreistag gibt grünes Licht für ÖPNV-Ausschreibung

Veröffentlicht am: 22.03.2021

Die Weichen für die Neuausschreibung der Buslinien im Kreis Birkenfeld ab August 2022 stellte der Kreistag in seiner jüngsten Sitzung: Bei vier Gegenstimmen beschloss das Gremium, die vorliegenden Verkehrskonzepte für die Linienbündel „Birkenfeld Nord“ und „Birkenfeld Süd“ sowie für die Stadt Idar-Oberstein mit einigen Änderungen umzusetzen.

Nicht einverstanden mit der Entscheidung war die LUB, deren Sprecher Wolfgang Augenstein einen Aufschub um ein Jahr und eine Ausschreibung für zunächst nur fünf statt zehn Jahre forderte.

Hingegen hob CDU-Fraktionssprecher Immanuel Hoffmann die deutliche Angebotsausweitung hervor. Wert legte die Union auf die mögliche 20-prozentige Abbestellquote. Möglich sind ist aber auch eine Aufstockung.

Noch mehr Busse mit alternativem Antrieb wünschte sich Hans-Joachim Billert (Grüne): Statt der ursprünglich vorgesehenen zwei Elektrofahrzeuge könnten es gut und gerne auch fünf oder mehr werden. Mehrkosten von 500.000 Euro akzeptiert der Kreistag für umweltschonende Technik.

Für die FLKB pochte Bernhard Alscher mit Erfolg darauf, die Nationalparklinie zwischen Neubrücke und Hermeskeil zumindest im Sommer auf einen Stundentakt zu verdichten, um auch die Anforderungen für das „Fahrtziel Natur“ der Bahn zu erfüllen. Dort soll ein Wasserstoffbus zum Einsatz kommen. Unverständlich ist für Alscher, dass die Weiterführung der Linie über den Bostalsee nach Türkismühle an der fehlenden saarländischen Kofinanzierung scheitert.

Anerkennung zollte Matthias Keidel (FDP) für das „mutige Konzept“ von 2019. Zugleich wunderte er sich über die plötzlichen Nachbesserungswünsche einzelner Ratskollegen.

„Das ist kein Sparprogramm“, betonte Hans Jürgen Noss (SPD) und lobte die Attraktivitätssteigerung. Einmal mehr forderte Rainer Böß (Linke), den ÖPNV gratis anzubieten.