Ausnahmegenehmigung für Landwirte zur Futternutzung von Zwischenfrüchten und Untersaaten

Veröffentlicht am: 29.09.2020
Autor: Abt. 8 Untere Landwirtschaftsbehörde
Landwirtschaft: Nutzung von Zwischenfrüchten und Untersaaten aus ÖVF zu Futterzwecken

Hilfe wegen lang anhaltender Dürre

Landwirte dürfen ab sofort Zwischenfrüchte oder Untersaaten, die im Rahmen der Greeningverpflichtung als ökologischen Vorrangflächen angelegt wurden, zu Futterzwecken nutzen. Die Nutzung kann durch Beweidung mit Tieren oder Schnittnutzung erfolgen. Eine gesonderte Beantragung einer Ausnahmeregelung ist nicht erforderlich. Die Zwischenfrüchte und Untersaaten sind auch bei einer Futternutzung bis einschließlich 14. Januar 2021 auf der Fläche zu belassen d.h. nicht umzubrechen.
Mit der Regelung soll zumindest den Betrieben geholfen werden, die aufgrund der lang anhaltenden Dürre mit Futterknappheit zu kämpfen haben und vorhandene Flächen mit Zwischenfrüchten oder Untersaaten nutzen könnten.
Hinweis für EULLa-Teilnehmer:
Die generelle Freigabe der Beweidung oder Futternutzung gilt nicht für Flächen, die im Rahmen vom EULLa-Programmteil „Beibehaltung von Untersaaten und Zwischenfrüchten“ beantragt wurden. Teilnehmer an den Programmteilen „Umweltschonende Grünlandbewirtschaftung im Unternehmen und tiergerechte Haltung auf Grünland“ oder „Ökologischer Wirtschaftsweise im Unternehmen“ mit beabsichtigter Nutzung betriebsfremder Flächen, müssen ggfs. vorab eine Ausnah-megenehmigung beantragen.