Quarantäne muss immer eingehalten werden - Landrat ruft zur Grippeschutzimpfung auf

Veröffentlicht am: 09.10.2020

Angeordnete Quarantäne muss immer eingehalten werden – Landrat ruft zur Grippeschutzimpfung auf

In den vergangenen Tagen kamen vermehrt Fragen bezüglich der Inkubationszeit und der Quarantänedauer im Falle einer Infektion oder des Verdachts einer Infektion mit dem Coronavirus auf das Gesundheitsamt  zu. Die Inkubationszeit liegt laut der Weltgesundheitsorganisation WHO in einem Bereich von 1 bis 14 Tagen bzw. im Schnitt bei 5-6 Tagen. Daher wird eine 14-tägige Quarantäne durch das Gesundheitsamt angeordnet, wenn Personen nachweißlich (positiver Laborbefund) mit dem Coronavirus infiziert sind.

Eine 14-tägige Quarantäne wird zudem für Personen angeordnet, die direkten Kontakt zu einer mit dem Virus infizierten Person hatten. Diese Personen werden durch die mobile Fieberambulanz getestet. Die Testung erfolgt unter Berücksichtigung der Inkubationszeit ab dem fünften Tag nach Kontakt zur infizierten Person. Auch wenn dieser Test negativ ausfällt, muss die 14-tägige Quarantäne eingehalten werden.  Der Pandemieverlauf hat gezeigt, dass auch Personen zum Ende der Quarantäne hin positiv geworden sind und ggf. auch Symptome entwickelt haben.  

Besondere Regelungen gibt es nur für Personen in sogenannten systemrelevanten Berufen. Zu diesen zählen Ärzte, Krankenhauspersonal oder Ordnungskräfte. Diesen wird erlaubt, sich unter Einhaltung von Schutzmaßnahmen (Masken, Schutzkleidung) an ihren Arbeitsplatz zu begeben. Sie dürfen hierbei ausschließlich ihre Wohnung oder das Haus verlassen, um zu ihrem Arbeitsplatz zu gelangen. Einkäufe, Tanken, Besuche etc. sind auch für diese Personen untersagt. Sollten bei den systemrelevanten Personen Symptome (Husten, Schnupfen, Fieber, Gliederschmerzen, Durchfall, Verlust des Geruchs- oder Geschmacksinn, Schwindel) auftreten, ist die Tätigkeit sofort einzustellen.

Für die bevorstehende kalte Jahreszeit ist wieder vermehrt mit Erkältungskrankheiten und Grippeinfektionen zu rechnen. Die Symptome ähneln sehr stark denen einer Corona-Infektion. Um die medizinischen Systeme nicht zu überlasten, aber auch um sich selbst nicht unnötig in Zweifel zu stürzen, ruft Landrat Matthias Schneider auf, unbedingt von dem Angebot der Grippeschutzimpfung beim Hausarzt Gebrauch zu machen.