Tierseuchenbekämpfung

Allgemeines zur Tierseuchenbekämpfung

Registrierung von Tierhaltung 

Zum Schutz der Verschleppung von Tierseuchen sind Tierhalter nach den Vorschriften der Viehverkehrsverordnung verpflichtet, ihre Tierhaltung bei der zuständigen Behörde anzuzeigen. Wer Rinder, Schweine (auch Mini-Schweine), Schafe, Ziege, Neuweltkameliden (Lamas, Alpakas), Einhufer (Pferde, Esel, Maultiere), Gehegewild und Geflügel (Hühner, Enten, Gänse, Fasane, Perlhühner, Rebhühner, Tauben, Truthühner, Wachteln oder Laufvögel) halten möchte, muss dies spätestens bei Beginn der Tätigkeit dem Veterinäramt der Kreisverwaltung Birkenfeld unter Angabe der im Jahresdurchschnitt gehaltenen Tiere, ihrer Nutzungsart und ihres Standortes, bezogen auf die jeweilige Tierart melden. Das entsprechende Formular finden Sie weiter unten im Bereich 'wichtige Dokumente --> TS Allgemein: Anzeigeformular Tierhaltung'.

Dauerhafte Änderungen, wie z.B. eine Aufstockung oder Dezimierung des Bestandes, das Abschaffen einer von mehreren gehaltenen Tierarten oder Anschaffen einer bisher noch nicht gehaltenen Tierart muss ebenfalls angezeigt werden.

Diese Pflicht ist unabhängig von der Größe des Tierbestandes und gilt neben landwirtschaftlichen Nutztierhaltungen auch für alle Nebenerwerb- und Hobbytierhaltungen!

Die Kreisverwaltung Birkenfeld vergibt für jeden Tierhalter eine Registriernummer. Zusätzlich muss der Tierhalter seine Tiere bei der Tierseuchenkasse Rheinland-Pfalz anmelden.


Registrierung von Bienenhaltungen

Nach §1a der Bienenseuchenverordung ist jeder Imker verpflichtet seine Bienenhaltung bei dem für seinen Bienenstand zuständigen Veterinäramt zu melden:

„Wer Bienen halten will, hat dies spätestens bei Beginn der Tätigkeit der zuständigen Behörde unter Angabe der Anzahl der Bienenvölker und ihres Standortes anzuzeigen. Die zuständige Behörde erfasst die angezeigten Bienenhaltungen unter Erteilung einer Registernummer und legt hierüber ein Register an. Die Registernummer ist zwölfstellig und wird aus der für die Gemeinde der Bienenhaltung vorgesehenen amtlichen Schlüsselnummer des vom Statistischen Bundesamt herausgegebenen Gemeindeschlüsselverzeichnisses sowie einer vierstelligen Betriebsnummer gebildet." Das entsprechende Formular finden Sie weiter unten im Bereich 'wichtige Dokumente --> TS Allgemein: Anzeigeformular Tierhaltung'.

Im Falle eines Ausbruchs einer anzeigepflichtigen Bienenseuche können, wenn alle Bienenstände registriert sind, sehr schnell Bekämpfungsmaßnahmen eingeleitet werden, da die zeitaufwändige Suche nach unbekannten Ständen entfallen kann.

Weitere Informationen: Bienenkunde Rheinland-Pfalz

Hier finden Sie nähere Informationen zur aktuellen Tierseuchenlage:
Tierseucheninformationssystem TSIS


Afrikanische Schweinepest

Die Afrikanische Schweinepest (ASP) zirkuliert nach wie vor in Wild- und Hausschweinbeständen in den baltischenStaaten sowie in der Ukraine, Polen und Russland. In keinem der Länder konnte die Tierseuche bei Wildschweinen bisher erfolgreich bekämpft werden. Mit den kürzlich in der Tschechischen Republik festgestellten Fällen rückt die ASP weiter an Deutschland heran. Derzeit verfügbare Informationen über das dortige Geschehen deuten auf eine mögliche Verbreitung durch den Menschen hin. Daher bewertet das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) das Risiko einer Einschleppung der Afrikanischen Schweinepest nach Deutschland insgesamt als hoch und ruft zur erhöhten Wachsamkeit auf.

In nicht gegarten Schweineprodukten (z. B. Haus- oder Wildschweinsalami/-schinken) bleibt das Virus der ASP über längere Zeit stabil. Über das Verfüttern oder die unsachgemäße Entsorgung von entsprechenden Produkten, beispielsweise Wegwerfen von Resten an Rastplätzen, können sich Wildschweine mit dem Erreger infizieren. Daher besteht insbesondere für die Einschleppung des Krankheitserregers über Personen und Fahrzeuge in das Gebiet der Wildschweinpopulation in Deutschland ein hohes Risiko. Unbehandelte Jagdtrophäen aus betroffenen Ländern (Polen, Estland, Lettland, Litauen, Moldawien, Weißrussland, Ukraine, Tschechische Republik und auch Sardinien/Italien) stellen ebenfalls ein Einschlepprisiko dar.

Sehen Sie hierzu bitte auch das Merkblatt TS Afrikanische Schweinepest 


BHV1 (Bovines Herpesvirus)

BHV1 bei Rindern

Rheinland-Pfalz gilt seit dem 20.07.2016 gemäß Artikel 10 der Richtlinie 64/432/EWG als frei von der infektiösen bovinen Rhinotracheitis (BHV1-Infektion des Rindes). Ein entsprechendes Merkblatt finden Sie weiter unten unter "Wichtige Dokumente".


Hühner und Puten gegen Newcastle-Disease impfen

Das Landesuntersuchungsamt Rheinland-Pfalz (LUA) Koblenz erinnert die Geflügelhalter an ihre Verpflichtung, Hühner und Puten gegen die Newcastle-Disease (ND) zu impfen. Zurzeit ist Deutschland frei von der ND-Krankheit. Wiederkehrende Ausbrüche dieser verlustreichen Krankheit in anderen europäischen Ländern wie Schweden und Rumänien zeigen aber das ND eine dauerhafte Bedrohung darstellt.

Zusammenfassend wird für Kleinstbestände in Hobbyhaltung die Anwendung von Inaktivat-Impfstoff mit folgendem Immunisierungsschema empfohlen (Siehe S.5 „Impfung von Hobbygeflügel“):

Grundimmunisierung im Alter von

2.- 3. Lebenswochen

Lebendimpfstoff
9. -12. LebenswocheLebendimpfstoff
zwischen 14. und 16. LebenswocheInaktivatimpfstoff              

Nach dieser Grundimmunisierung mit dem im Verhältnis teureren Inaktivatimpfstoff (Applikation per Injektionem) ist eine einmalige, jährliche Wiederholungsimpfung ausreichend (zum Vergleich Lebendimpfstoff alle 6 Wochen).

Lebendimpfstoff (über Trinkwasser oder als Einzelapplikation oral oder oculo-nasal getropft) wird nur in großen Mengen für die Geflügelwirtschaft produziert (Dosis 500-1000 ), ist aber kostengünstig. Überdosierung wird als unproblematisch eingeschätzt. Reste müssen durch Desinfektion oder Erhitzung inaktiviert werden.
Weder Lebend- noch Inaktivatimpfstoffe dürfen an nicht gewerbs- und berufsmäßige Geflügelhalter abgegeben werden. Es bietet sich an, z.B. mit lokalen Geflügel- oder Kleintierzuchtvereinen koordinierte Impftermine zu vereinbaren, bei denen der Tierarzt unter Beachtung der nötigen Hygienemaßnahmen die jeweiligen Haltungen aufsuchen sollte. Sammeltermine in einer Praxis sollten aus seuchenhygienischen Gründen vermieden werden.

Stellungnahme zur ND-Pflichtimpfung von Geflügel in Hobbyhaltung

Praktische Tipps zum Thema Biosicherheit bei Geflügelhaltung finden Sie zudem im Merkblatt  TS Geflügelpest - Biosicherheit .










zuständiges Amt:

Friedrich-August-Str. 15 (Maler Zang Haus)
Straße:
Friedrich-August-Straße 15
PLZ/Ort:
55765 Birkenfeld






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