Wasserwirtschaftliche Maßnahmen - Naheprogramm

Nahe

Die Landesregierung hat als Entwicklung auf die Hochwasserereignisse der vergangenen Jahre im Naheraum den Entwicklungsschwerpunkt "Ökologisch standortgerechte Landnutzung, Renaturierung von Bachauen und Schaffung natürlicher Retentionsräume zum Hochwasserschutz im Einzugsgebiet der Nahe" (Naheprogramm) eingeleitet. Das Naheprogramm ist eine konzentrierte Aktion der ländlichen Bodenordnung, der Wasserwirtschaft und des Naturschutzes und der Landschaftspflege in Zusammenarbeit mit den Kommunen. Im Rahmen dieses Förderschwerpunktes sollen die Förderprogramme des Landes Rheinland- Pfalz zielgerichtet und konzentriert auf den Hochwasserschutz im Naheprogramm zum Einsatz kommen.

Ziele des Naheprogramms:

  • Wiederherstellung einer ökologisch standortgerechten Landnutzung durch umweltschonende Anbauweisen und durch Umwandlung von Acker- in Grünland, insbesondere in Talauen und erosionsgefährdeten Hangbereichen,
  • Erstaufforstung landwirtschaftlicher Grenzstandorte und die damit verbundene Erhöhung des Versickerungsbeiwertes,
  • Ausweisung von Uferrandstreifen, um den Schadstoffeintrag in die Gewässer zu minimieren und durch Unterlassung der Gewässerunterhaltung die Bildung neuer Feuchtbiotope zu fördern,
  • Entwicklung natürlicher Retentionsräume,
  • Renaturierung von Gewässern durch Herbeiführung eines mäandrierenden Verlaufes,
  • Anlegung von Sickerflächen, damit das Oberflächenwasser wieder dem Grundwasser zugeführt wird,
  • Herausnahme geeigneter landwirtschaftlicher Nutzflächen aus der intensiven Bewirtschaftung durch Ankauf und Überführung in öffentliches Eigentum,
  • Ausweisung und Festsetzung von Überschwemmungsgebieten,
  • regionale und überregionale Maßnahmen zum Hochwasserschutz,
  • naturnahe Gestaltung und Renaturierung innerörtlicher Bachläufe zur Unterstützung der ökologischen Vielfalt im Dorf,
  • Verbesserung des Wohnumfeldes durch Rückbau versiegelter Flächen in naturnahe Freiflächen und
  • umweltverträglicher Ausbau und Gestaltung von Straßen, Räumen und Plätzen mit einer über die Verkehrs- und Erschließungsfunktion hinausgehende Bedeutung

Wie werden Maßnahmen im Naheprogramm gefördert und finanziert?

Im Landkreis Birkenfeld wurde eine "Arbeitsgruppe Naheprogramm" gebildet. Diese hat die Aufgabe, wie die zur Unterstützung der Ziele des Naheprogramms die in Betracht kommenden Finanzhilfen der einzelnen Förderprogramme in zeitlicher und räumlicher Abstimmung eingesetzt werden sollen. Ein Schwerpunkt des Naheprogramms besteht darin, die für den passiven Hochwasserschutz erforderlichen Flächen mit Hilfe der ländlichen Bodenordnung für den Maßnahmeträger bereitzustellen.
Im Hinblick auf die Priorität, die dem Naheprogramm eingeräumt wird, beträgt die Zuwendung für den Grunderwerb 80 v. H. .Es handelt sich um Finanzierungsmittel die auch aus dem EU-Strukturfonds kommen. Die Haushaltsmittel für die Fördermaßnahmen werden von den Kulturbehörden verwaltet.
Ein Antrag auf Gewährung eines Zuschusses zum Landerwerb im Rahmen des Förderschwerpunktes "Naheprogramm" ist beim Kulturamt Simmern, Schlossplatz 10, 55469 Simmern oder Postanschrift : Postfach 225, 55462 Simmern einzureichen.

Die Broschüre hierzu
kann kann bei uns schriftlich , telefonisch oder per e-mail angefordert werden.









zuständiges Amt:

Schneewiesenstraße 25, 55765 Birkenfeld






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