Kunst trifft Müll

Veröffentlicht am: 29.10.2021
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Ein ungewöhnlicher Ort und doch könnte er passender nicht sein. Mitten zwischen riesigen Abfallbergen, die von großen Geräten geschreddert werden, steht das Kunstmobil der Jugendkunstschule. Die Rede ist vom Abfallwirtschaftszentrum „Reibertsbach“ an der stillgelegten Kreismülldeponie. In einer kleinen Industriehalle auf dem Gelände findet diese Woche das Ferienprogramm statt. Unter dem Motto „KunstMüll“ hat die Jugendkunstschule gemeinsam mit dem Abfallwirtschaftsbetrieb (AWB) zu diesem außergewöhnlichen Workshop aufgerufen. Anlass ist der Tonnen-Tausch im Nationalparklandkreis. Der AWB wird zum Jahreswechsel alle bisherigen Restabfalltonnen durch neue Gefäße ersetzen.

Eine neunköpfige Kindergruppe ist derzeit fleißig am Werkeln. Die Aufgabe besteht darin, zehn nagelneue Restabfallgefäße, im Volksmund Mülltonnen, mit Acrylfarben, Spraydosen und Klebebändern zu gestalten. 

Zwischen Minnie Maus, TikTok, dem Universum und der Hölle wurde auch Landrat Dr. Matthias Schneider inspiriert und verewigt sich mit einer Karikatur auf einer der Tonnen.

Selbst die Herstellerfirma SULO ist angetan von der Idee und reiste kurzerhand eigens dafür in den Landkreis. Zehn Tonnen wurden für die Aktion von SULO gespendet.


Sobald die praktische Arbeit beendet ist, stehen die kleinen Künstler vor der nächsten Aufgabe.
Eine Ideenwerkstatt soll Aufschluss geben, wer von dem Erlös der Tonnen profitiert.

Das Ziel ist es, die zehn bunten Mülltonnen zu versteigern. Der Erlös dieser Versteigerung soll für einen guten Zweck gespendet werden – genau hier sind die kreativen Köpfe gefragt.

Alle Akteure sind sich einig: Es ist schon jetzt eine bunte und verrückte Idee, die unseren Landkreis bereichern wird.