Fischereiwesen

Fischereischein

Zur Ausübung der Fischerei benötigt man in Rheinland-Pfalz einen Fischereischein. Zum erstmaligen Erlangen eines Fischereischeines ist die erfolgreiche Ablegung einer Fischerprüfung (siehe weiter unten) erforderlich. Nach bestandener Fischerprüfung können Sie mit dem Prüfungszeugnis bei Ihrer zuständigen örtlichen Ordnungsbehörde (Verbandsgemeinde- oder Stadtverwaltung) einen Fischereischein beantragen, welcher als Jahres- oder Fünfjahresfischereischein erteilt wird.

Weitere Fischereischein-Arten sind der Jugend- und Sonderfischereischein. Inhaber dieser Fischereischeine dürfen nur in Begleitung von Fischereischein-Inhabern die Fischerei ausüben.
Den Jugendfischereischein können Personen erhalten die das siebte, aber noch nicht das sechzehnte Lebensjahr vollendet haben.
Personen, die das sechzehnte Lebensjahr vollendet haben und aufgrund einer körperlichen, geistigen oder psychischen Behinderung keine Fischerprüfung ablegen können, kann ein Sonderfischereischein erteilt werden.

Fischereierlaubnisschein

Um die Fischerei an einem bestimmten Gewässer ausüben zu können, benötigt man außer dem Fischereischein noch einen Fischereierlaubnisschein. Fischereierlaubnisscheine werden vom Inhaber des Fischereirechts (Eigentümer oder Pächter, z. B. dem ortsansässigen Fischereiverein) für das jeweilige Gewässer ausgestellt.

Fischerprüfung

Die gesetzlichen Termine für die Fischerprüfung sind jedes Jahr der erste Freitag im März, Juni, September und Dezember.
Zugelassen zur Fischerprüfung wird, wer das dreizehnte Lebensjahr vollendet hat und an einem mindestens 35-stündigen Vorbereitungskurs teilgenommen hat. Der Antrag auf Zulassung ist spätestens vier Wochen vor dem Prüfungstermin bei uns zu stellen. Die Prüfungsgebühr beträgt 29,00 €.
Die Vorbereitungskurse werden von den ortsansässigen Fischereivereinen durchgeführt. Informationen über den Beginn von Vorbereitungskursen erhalten Sie auf der Homepage des Landesfischereiverbandes Rheinland-Pfalz e.V.

Fischereiverpachtungen

Inhaber der Fischereirechte an stehenden und fließenden Gewässern (Eigentümer) können die jeweiligen Gewässerabschnitte an Fischereivereine und andere Interessenten verpachten. Die Fischereipachtverträge sind an bestimmte gesetzliche Vorgaben geknüpft. Um diese zu kontrollieren, sind uns Fischereipachtverträge (auch Änderungen) innerhalb eines Monats vorzulegen.

Fischereigenossenschaften

Eigenfischereibezirke an Fischereigewässern liegen dann vor, wenn die dafür erforderlichen gesetzlichen Voraussetzungen erfüllt sind (vgl. § 26 Landesfischereigesetz). Im Gebiet einer Verbandsgemeinde, einer verbandsfreien Gemeinde, einer kreisfreien oder einer großen kreisangehörigen Stadt bilden alle Fischereirechte an demselben offenen Gewässer einschließlich seiner Nebengewässer, die nicht zu einem Eigenfischereibezirk gehören, einen gemeinschaftlichen Fischereibezirk. Die Fischereiberechtigten (Eigentümer), deren Fischereirechte zu einem gemeinschaftlichen Fischereibezirk gehören, bilden eine Fischereigenossenschaft.

Wichtige Dokumente:


Kontakte:

Montag bis Freitag:8:30 - 12:00 Uhr 
zusätzlich Donnerstag:14:00 - 18:00 Uhr

sonst nach vorheriger Vereinbarung

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