Zwölfte Einbürgerungsfeier im Schloss: 22 Menschen sind nun Deutsche

Veröffentlicht am: 26.02.2026
12. Einbürgerungsfeier

Das Dutzend ist voll:  22 Frauen, Männer und Kinder hatten am Mittwoch großen Grund zu großer Freude. Ihnen allen wurde im Rahmen einer Feierstunde offiziell die deutsche Staatsangehörigkeit verliehen.

Seit dem Sommer 2024 war es bereits die zwölfte Einbürgerungsfeier, die die Kreisverwaltung wie gewohnt in ihrer „guten Stube“ – dem Festsaal des Birkenfelder Schlosses - veranstaltet hat. „Wir wollen Ihnen für diesen besonderen Tag in Ihrem Leben, auf den sie monate- und teils jahrelang gewartet haben, ein zum feierlichen Anlass passendes Ambiente bieten“, sagte Miroslaw Kowalski zu den Anwesenden.  

In seiner Rede gratulierte Kowalski, der aus Polen stammt und selbst 1992 Jahren seine Einbürgerungsurkunde noch schlicht in einem Büro erhalten hatte, den neuen deutschen Staatsbürgern. Sie waren vielfach in Begleitung von Angehörigen oder Freunden der Einladung ins Schloss.

Wenn jemand Deutscher werden will, muss vorher zum Beispiel dessen Identität, Arbeitssituation und Deutschkenntnisse geklärt werden. Wichtige Voraussetzung für den Erhalt der Staatsangehörigkeit ist auch das Bestehen des Bildungstests „Leben in Deutschland“. Geprüft wird dies von der Ausländerbehörde der Kreisverwaltung Birkenfeld. Alle Anwesenden hatten die für eine erfolgreiche Antragsstellung erforderlichen Voraussetzungen erfüllt.

Dass sie nun – wie es der Zufall wollte - am ersten frühlingshaften Tag des Jahres 2026 die deutsche Staatsangehörigkeit erhalten, habe beinahe symbolischen Charakter sagte Kowalski zu den Anwesenden.  „Denn der Frühling steht für Aufbruch, für Neubeginn und für Hoffnung. Genau dafür steht auch die Einbürgerung – nämlich für ein neues Kapitel in Ihrem Leben“, so der Landrat.

Er erinnerte daran, dass allein im Jahr 2025 knapp 300 Menschen im Kreis Birkenfeld eingebürgert wurden. Am Mittwoch sind 22 Neubürger hinzugekommen.

Bemerkenswert war dabei der besonders bunte Nationenmix. Denn die eingebürgerten Personen hatten 14 unterschiedliche Herkunftsstaaten, die sich auf fünf Kontinente verteilen.

Die neuen deutschen Staatsangehörigen im Alter von sechs bis 68 Jahren stammen aus der Ukraine, Russland, Tschechien, Polen und Rumänien, aus Georgien und der Türkei, aus dem Iran und Pakistan, aus Tunesien, Guinea und Ruanda sowie aus den USA und aus Chile.

Eine besondere Freude war es für den Landrat, dass sich unter den Neubürgern nicht nur eine gute Bekannte befand, die bereits seit 38 Jahren in Deutschland lebt, sondern auch Kowalskis Nachbarin – sie stammt aus Chile und wohnt seit sechs Jahren in Birkenfeld – nun deutsche Staatsbürgerin ist.

So vielfältig wie die Herkunftsländer und Lebenswege der Neubürger sind auch deren Berufe und Qualifikationen. Unter den Anwesenden waren unter anderem eine Doktorin der Rechtswissenschaft, ein Mikrobiologe, ein Fachinformatiker und eine Medienforscherin. Mit von der Partie waren zudem beispielsweise eine Erzieherin, eine Integrationshelferin, eine Buchhaltungsassistentin, eine Friseurin, eine Damenschneiderin und ein Bauarbeiter

Für die musikalische Umrahmung der zwöften Einbürgerungsfeier hatte Clara Dicke gesorgt. Die Leiterin der Kreismusikschule hatte ihre Harfe mitgebracht und trug auf diesem wunderbaren Instrument zwei Stücke – „Over the rainbow“ von Harold Arlen und „Der Schwan“ aus der Suite „Der Karneval der Tiere“ von Camille Saint Saëns - vor.

Clara Dicke griff zudem beim offiziellen Abschluss der Veranstaltung in die Saiten. Denn wie schon bei allen Auflagen zuvor endete auch die zwölfte Einbürgerungsfeier im Kreis Birkenfeld mit einem gemeinsamen Singen, bei dem alle Anwesenden im Festsaal des Schlosses in die deutsche Nationalhymne einstimmten. 

Bildunterzeile:

Strahlende Gesichter am ersten frühlingshaften Tag des Jahres 2026. Nach Abschluss der Feier hatte Landrat Miroslaw Kowalski die eingebürgerten Personen und ihre Angehörigen zu einem gemeinsamen Foto auf der Schlosstreppe eingeladen. Foto: Axel Munsteiner/Kreisverwaltung Birkenfeld