Nahetal-Schule bereitet erfolgreich auf die Ausbildung vor – Landrat zu Besuch

Veröffentlicht am: 02.06.2026
Schulbesuch Nahetalschule I-O

Zufrieden mit den Lernerfolgen an der Nahetal-Schule in Idar-Oberstein zeigte sich Konrektor Sven Jung beim Besuch von Landrat Miroslaw Kowalski: Je nach Jahrgang erfüllen ein bis zwei Drittel der Neuntklässler der Schule mit dem Förderschwerpunkt Lernen bei Noten, Motivation und Verhalten die Anforderungen, um für die 10. Klasse zugelassen zu werden und dann die Berufsreife zu erlangen.

Mit der Berufsreife (früher Hauptschulabschluss) in der Tasche haben sie auch gute Aussichten auf dem Lehrstellenmarkt, für den sie sich in Praktika empfehlen: Erfahrungsgemäß gelingt es 60 bis 70 Prozent von ihnen, eine Ausbildung zu beginnen, um später im Beruf Fuß zu fassen.

 Eine gute „Kaderschmiede“ ist die Schule auch für Politiker: Nachdem schon 2000 der damalige Konrektor Peter Simon zum Bürgermeister von Idar-Oberstein aufgestiegen war, avancierte nun Schulleiter Markus Schulz zum Bürgermeister der Verbandsgemeinde Herrstein-Rhaunen. „Dadurch war das Thema Wahlen unter den Schülern in den letzten Monaten immer im Gespräch“, erzählt Jung. Noch im Mai will das Land die Stelle ausschreiben. Insgesamt sind derzeit vier Lehrerstellen unbesetzt: „Uns fehlen aktuell circa 200 Lehrerwochenstunden.“

Momentan besuchen 244 Mädchen und Jungen die 1978 von der ehemaligen Auschule in Oberstein ins neue Schulzentrum Auf der Bein im Stadtteil Weierbach übergesiedelte einstige Sonderschule L; das Einzugsgebiet umfasst die Stadt Idar-Oberstein und die Verbandsgemeinde Herrstein-Rhaunen. „Wir zählen zu den größten Förderschulen in Rheinland-Pfalz“, verdeutlichte Jung.

Zwei Jahre alt ist der Spitzenwert von 265 Schülern. Neueinschulungen gibt es nicht mehr, alle ABC-Schützen fangen in der Grundschule an. Fürs Scheitern geben oft nicht mangelnde Begabung, sondern soziale Faktoren den Ausschlag.

 „Super“ ist nach Jungs Worten die Sporthalle, „auch wenn wir sie uns mit den anderen Schulen im Schulzentraum teilen müssen“. Die Sprachheilschule befindet sich sogar in demselben Gebäude und pflegt ein harmonisches Miteinander mit der Nahetal-Schule.

Der geplante Erweiterungsbau wird ermöglichen, die zu Klassenzimmern umfunktionierten Fachräume wieder für den ursprünglichen Zweck zu nutzen. Viele Kinder zeigen an der Bibliothek und an der Schulküche großes Interesse. Freitags, wenn die Mensa geschlossen ist, kocht eine Lehrerin , um allen Schülern eine warme Mahlzeit anzubieten, die stets gut angenommen wird.  

 Mit einem dicken Kompliment für „die hier geleistete wichtige und erfolgreiche pädagogische Arbeit“ verabschiedete sich der Landrat, der auch für die Zukunft seine volle Unterstützung zusagte.

Bildunterzeile:

Über den an dieser Stelle vorgesehenen Erweiterungsbau der Nahetal-Schule tauschten sich Landrat Miroslaw Kowalski (links) und Konrektor Sven Jung aus. Foto: Karsten Schultheiß/Kreisverwaltung Birkenfeld