1,2 Millionen Euro für den Klimaschutz im Nationalparklandkreis Birkenfeld

Veröffentlicht am: 05.02.2024
Klimaschutz-Förderbescheid

Einen Förderbescheid über fast 1,2 Millionen Euro übergab die rheinland-pfälzische Klimaschutzministerin dem Birkenfelder Landrat Miroslaw Kowalski, um Klimaschutzprojekte im Landkreis Birkenfeld zu verwirklichen. Das Geld stammt aus dem Investitionsprogramm Klimaschutz und Innovation (KIPKI), das ein Gesamtvolumen von 250 Millionen Euro hat, die das Land „mit einem unbürokratischen Verfahren“ verteilt, wie Eder erklärte: Ohne einen Eigenanteil aufbringen zu müssen, können die Kommunen aus einem Maßnahmenkatalog auswählen, was sie vor Ort umsetzen möchten. Dazu stellt das Land einen Pauschalbetrag von 44 Euro pro Einwohner zur Verfügung. Außerdem unterstützt es Leuchtturmprojekte, an denen sich auch Unternehmen beteiligen können.   

Allein rund eine Millionen Euro investiert der Nationalparklandkreis in die weitgehende Umrüstung seines Fuhrparks auf Elektromobilität einschließlich von eigenen Fotovoltaikanlagen gespeisten Ladesäulen. Dieser ganzheitliche Ansatz sei ein Alleinstellungsmerkmal, lobte die Ministerin. Der Rest fließt in 50 zusätzliche Home-Office-Arbeitsplätze und eine Fotovoltaikanlage des Abfallwirtschaftsbetriebs.

„Für den Nationalparklandkreis haben Klimaschutz und Nachhaltigkeit selbstverständlich einen besonderen Stellenwert, sagte Landrat Kowalski: „Mithilfe dieser Maßnahmen können wir bis zu 86 Tonnen COpro Jahr einsparen“. Zudem wies der Kreischef, der privat seit knapp eineinhalb Jahren ein Elektroauto fährt, darauf hin, dass der Kreistag eine ganze Reihe klarer Bekenntnisse zum Klimaschutz abgelegt hat. Als Beispiele nannte Kowalski das 2020 abgeschlossene Modellprojekt Klimawandelanpassungscoach, die Einstellung einer „Climate-Change-Managerin“, die Ausrufung des Nationalparklandkreises als Klimaschutzregion im Juli 2022 und den Beitritt zum Klimapakt im März 2023. Dazu passte die Absicht, einen Teil des Busnetzes auf Elektromobilität umzustellen. Große Hoffnungen setzt Kowalski auch in die Entwicklung eines Wasserstoffbusses am Umwelt-Campus Birkenfeld. „Investitionen ins Klima sind Investitionen in die Zukunft“, betonte Eder: „Denn wer das Klima schützt, spart sowohl Bares als auch klimaschädliches CO2.“

Bildunterzeile:

Bei der Übergabe des Förderbescheids (von rechts): Landrat Miroslaw Kowalski, Dezernent Roland Praetorius, Klimaschutzministerin Katrin Eder, Sina Leyendecker (Climate Change Managerin Kreisverwaltung Birkenfeld), Michael Hennchen (stv. Leiter Umweltabteilung Kreisverwaltung), MdL Hans Jürgen Noss, Michael Weinß (Technischer Leiter Abfallwirtschaftsbetrieb) und Wolfgang Veeck (stv. Büroleiter Kreisverwaltung). Foto: Karsten Schultheiß