Abstufung der K 66 war zentrales Thema der Kreisbereisung in Rhaunen

Veröffentlicht am: 13.09.2025
Kreisbereisung Rhaunen

Zusätzliche Berührungspunkte zwischen der Gemeinde Rhaunen und dem Landkreis Birkenfeld gibt es durch die Folgen des Baus der Ortsumgehung im Zuge der Hunsrückspange. Daher nahmen am Treffen von Ortsbürgermeister Yannick Bares und Landrat Miroslaw Kowalski im Rahmen der Kreisbereisung auch Vertreter des Landesbetriebs Mobilität (LBM) Bad Kreuznach teil.

Konkret ging es um die Abstufung der innerörtlichen Kreisstraße 66 bzw. Salzengasse: Dieser Abschnitt verliert im Gegensatz zur freien Strecke Richtung Hottenbach seine überörtliche Bedeutung, sobald die Ortsumgehung fertiggestellt ist, was für 2028 angepeilt ist. Zum Jahreswechsel 2028/29 soll dann das Teilstück der K 66 in die Straßenbaulast der Gemeinde übergehen. Bis dahin muss der Landkreis die Trasse wieder in Schuss bringen, was etwa 300.000 Euro kosten dürfte. Wie LBM-Chef Thomas Wagner und Andreas Molter, der stellvertretende Leiter der Fachgruppe Projektmanagement darlegten, kann der Landkreis dafür mit einer 65-prozentigen Landeszuweisung rechnen. Ziel ist, die Maßnahme zusammen mit der Ortsumgehung auszuschreiben und im Frühjahr 2026 zu vergeben. Für die Bordsteine hat die Gemeinde aufzukommen, die Gehwege sind noch intakt. Hingegen muss die Bushaltestelle künftig barrierefrei erreichbar sein. Auch der Verkehr zum Schulzentrum mit Grundschule und Integrierter Gesamtschule läuft durch die Salzengasse.

Zudem wies der Beigeordnete Georg Dräger auf die Bedeutung der Rettungswache in Rhaunen hin. Am Standort von drei Hausarzt- und zwei Zahnarztpraxen sowie einer Apotheke, dem größten Heimversorger in ganz Rheinland-Pfalz, sei ein moderner Neubau mit einem Rettungswagen anstelle des bisherigen Domizils in der ehemaligen Idarwaldkaserne unabdingbar. Dafür stellt die Gemeinde ein Grundstück in der Straße Zum Idar zur Verfügung, erläuterte der letzte Bürgermeister der ehemaligen Verbandsgemeinde Rhaunen.

Prekär ist die Haushaltslage der Gemeinde Rhaunen, betonte der Ortschef. Aufgrund des Kreiselbaus und der Erweiterung der katholischen Kindertagesstätte St. Martinus steigen die Schulden bis Ende 2025 voraussichtlich auf rund 2,8 Millionen Euro. Einnahmen aus erneuerbaren Energien zu erzielen, hofft Dräger: „Mit unserer Anstalt des öffentlichen Rechts haben wir eine faire Basis, weil alle Mitglieder profitieren würden.“  Positiv bewertete Bares die wirtschaftliche Entwicklung: „Einige Betriebe wollen sich erweitern.“ Dafür stehen genügend Gewerbeflächen zur Verfügung.

Zum Abschluss lobte der Landrat das für eine Kommune von 2.300 Einwohnern beachtliche ehrenamtliche Engagement, das sich auch in agilen Vereinen widerspiegelt.

Bildunterzeile:

In Rhaunen schauten sich (von links) Landrat Miroslaw Kowalski, Andreas Molter und Thomas Wagner vom LBM Bad Kreuznach, Ortsbürgermeister Yannick Bares und Beigeordneter Georg Dräger die zur Abstufung anstehende K 66 an. Foto: Kreisverwaltung Birkenfeld/Karsten Schultheiß