Hinweise zum Maifeuer

Veröffentlicht am: 15.04.2019

Maifeuer: Todesfalle und Abfallverbrennungsanlage

Die Kreisverwaltung Birkenfeld weist in Zusammenhang mit den Maifeuern bezüglich Abfallrecht und Naturschutzrecht auf Folgendes hin:

Mit der Aufschichtung des Maifeuers darf frühestens eine Woche vor dem Anzünden begonnen werden. Material, welches bereits vorher angeliefert wurde, muss auf jeden Fall noch einmal auf eine neue Stelle umgeschichtet werden. Anderenfalls wird das Maifeuer zur Todesfalle für Kleintiere, die sich zwischenzeitig in dem Reisighaufen einquartiert haben.

Der Standort ist so zu wählen, dass sich das Feuer nicht unkontrolliert ausbreiten kann.

Das Maifeuer darf nicht zur allgemeinen Abfallentsorgung genutzt werden. Zugelassen ist nur das Verbrennen von naturbelassenem und trockenem Gehölz aus Feld, Wald oder Garten. Zum Anfeuern oder zur Beschleunigung des Feuers  dürfen keine Mineralöle oder vergleichbare Produkte verwendet werden.

Es ist auch ausdrücklich verboten, andere Abfälle insbesondere beschichtetes, lackiertes oder mit Holzschutzmitteln behandeltes Holz sowie Spanplatten auf der Feuerstelle abzuladen oder gar zu verbrennen. Verstöße hiergegen stellen Ordnungswidrigkeiten oder sogar Straftaten dar.

Je Gemeinde oder Stadtteil ist nur ein Maifeuer zulässig, private Maifeuer sind nicht erlaubt.

Der Veranstalter hat den Brennvorgang bis zum vollständigen Erlöschen der Glut zu beaufsichtigen und dafür zu sorgen, dass die Verbrennungsrückstände ordnungsgemäß entsorgt werden.

Für den Standort des Maifeuers sind aus Gründen des Naturschutzes folgende Mindestabstände zu beachten:

- 100 Meter zum Waldrand, zu Mooren und Heiden, Rohr- und Riedbeständen,

- 50 Meter zu Gebäuden und öffentlichen Verkehrswegen,

- 10 Meter zu gefährdeten Nachbarkulturen sowie zu angrenzenden Feldrainen.

Bei Fragen steht Ihnen die Kreisverwaltung Birkenfeld, Abteilung Bauen und Umwelt, Telefon 06782/15 625 gerne zur Verfügung.

Bezüglich des Brandschutzes sind die einschlägigen Regelungen zu beachten, die gegebenenfalls bei den jeweils zuständigen Behörden (zum Beispiel Verbandsgemeindeverwaltungen, Forstämter) erfragt werden können.