Dem Start der Integrierten Gesamtschule Herrstein/Rhaunen steht nichts mehr im Wege: Trotz der immer noch in gewissem Maße verbreiteten Skepsis gegenüber der neuen Schulform wurden 110 Kinder – notwendig waren 91 – für die Klassenstufe 5 angemeldet, die nach den Sommerferien am Standort Rhaunen unterrichtet wird. Im Endausbau befinden sich dort die Klassen 5 bis 7, während die Klassen 8 bis 13 in Herrstein angesiedelt sind, wo die jetzt angemeldeten Schüler 2019 den ersten Abiturjahrgang bilden.
Die neue Schule steht unter der Trägerschaft des Landkreises. Für Landrat Axel Redmer zeigen die Anmeldezahlen, dass der in der Schulentwicklungsplanung eingeschlagene und trotz teilweise massiver Widerstände eingeschlagene Weg goldrichtig war. Somit haben künftig auch die Kinder aus dem Norden die Möglichkeit, im eigenen Kreis und wohnortnah Abitur zu machen. Nach Ansicht von Redmer wird sich die Stärkung des ländlichen Raums auf Dauer auszahlen, zumal eine hohe Wohn- und Lebensqualität unabdingbar ist, um der demografischen Entwicklung trotzen zu können.
Für die Eltern zählt aber nicht in erster Linie der strukturpolitische Ansatz: Vielmehr konnten sie davon überzeugt werden, dass das von einer Planungsgruppe erarbeitete pädagogische Konzept für das Wohl ihrer Kinder optimal ist.







