Projektzusammenfassung

Projektzusammenfassung

Das Projekt "Internationales Jungunternehmertum und Außenwirtschaft im Unterricht (International Youth Entrepreneurship and foreign trade in education)" ist eine von bundesweit 22 im Jahr 2016 genehmigten strategischen Partnerschaften im Rahmen des Bildungsprogramms Erasmus +.

Es zielt vorrangig auf eine Verzahnung von schulischer und beruflicher Bildung im europäischen  Rahmen bzw. auf eine schulische Vorbereitung, Gründung und Zertifizierung von "Youth Entrepreneurship im Außenhandel".
Wegen der regionalen und überregionalen Relevanz des Projekts sind neben zwei Wirtschaftsschulen aus den beiden Programmländern Deutschland und Tschechien auch zwei Landkreise mit ihren Schulverwaltungen und Wirtschaftsabteilungen, Industrie-und Bundesverbände, Kammern u.a.  als Projektpartner eingebunden.

Die primäre Zielgruppe sind Lernende, deren Kompetenzen zur Selbstständigkeit und im Außenhandel gestärkt werden sollen. Dazu gehören die Unterstützung/Zusatzqualifikation in der beruflichen Bildung sowie eine Erweiterung interkultureller, ökonomischer und sozialer Kompetenzen.
Auch Lehrer/Schulen profitieren von der Erweiterung interkultureller, ökonomischer und IKT-Kompetenzen, der Entwicklung und Erprobung von Unterrichtseinheiten und –materialien sowie der  Bereitstellung eines Leitfadens/Curriculums auf Basis von „good-practice“ Beispielen
In drei Arbeitsphasen werden in den Stufen 11/12/13 des Wirtschaftsgymnasiums Materialien erstellt, die zu einem Leitfaden mit dem Thema Start up und  Außenwirtschaft sowie zu einem  "Internationalen Youth Entrepreneurship" führen.

Im ersten Jahr sind  Erarbeitung/Vermittlung von grundlegenden betriebswirtschaftlichen Fachbegriffen, Start up- Bedingungen, Geschäftsformen, Unternehmensrecht, Bereichen des Rechnungswesens, der Kostenrechnung, der Steuern und Personalfragen vorgesehen. Hinzu kommen:

  • der Abgleich von Unterrichtsmaterialien/ Arbeitsblättern und best-practise in zwei international besetzten Lern-/Lehrveranstaltungen
  • Festlegung von Unterrichtseinheiten (deutsch/englisch) zu einem gemeinsamen Curriculum „Betriebswirtschaft“
  • Erstellung einer gemeinsamen Unterrichtsreihe/ eines Leitfadens für betriebswirtschaftliche  Lernfelder aus länderspezifischer Sicht       

 Die Teilnahme/Prüfung führt zu einem „Unternehmerführerschein“ für Schüler, Teil I.                          
Im zweiten Jahr erfolgt ein praxisorientierter ergänzender Unterricht in Form einer Vernetzung von virtuellen "Übungsfirmen" auf internationaler Ebene mit einer nachfolgenden Entscheidung für ein regionales Produkt, das die  zwei Partnerländer/Projektpartner exportieren und umgekehrt importieren. Dafür ist zuerst eine virtuelle Abwicklung  der Geschäftsabläufe mit realistischen  Formularen und Bestimmungen vorgesehen.

In zwei weiteren  Lehr-/Lernveranstaltungen werden die Materialien abgeglichen, in best-practise Unterrichtseinheiten gebündelt und deutsch/englisch zu einem 2. Teil des Unternehmerführerscheins "Außenwirtschaft" zusammengefasst
Ergänzend und praxisnah werden Schülerexkursionen bei Zollämtern, Finanzämtern, Unternehmen und Kammern, die die notwendigen Formulare und Abläufe im Außenhandel erklären (während der Lern/Lehrveranstaltungen) sowie  Einladungen an Unternehmer durchgeführt, um für Fragen und Diskussionen bereitzustehen (BOSS-Tag).

Im dritten Jahr soll es dann zu einer  Gründung eines realen "International Youth Entrepreneurship" (Schülerunternehmen) von den beiden Wirtschaftsschulen kommen.