Weihnachtsgrüße des Landrats

Veröffentlicht am: 22.12.2016

Weihnachtsmotiv 2016

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

wieder neigt sich ein Jahr dem Ende entgegen und vielleicht kam der/die ein oder andere von Ihnen noch gar nicht dazu, 2016 zu reflektieren, da noch die tägliche Routine vorherrscht. Ich hoffe und wünsche uns allen, dass wir über die Feiertage die nötige Muße und Ruhe finden und einen Weg, die freie Zeit bestmöglich zu gestalten, sei es im Kreise der Familie oder nach den ganz eigenen Vorstellungen.

Jeden Tag präsent sind die derzeit angespannte weltweite Sicherheitslage und die Krisenherde, sei es in Syrien oder der Türkei. Resultierend daraus ist auch weiterhin die derzeitige Flüchtlingssituation. Dies gipfelte im Landkreis bekanntermaßen bereits 2015 darin, als wir uns über Nacht und ohne großartige Vorwarnung seitens des Landes Rheinland-Pfalz mit fast 300 Flüchtlingen konfrontiert sahen. Was folgte war die relativ kurzfristige Einrichtung der AfA in der Heinrich-Hertz-Kaserne in Birkenfeld. Ebenso kurzfristig, und für den Landkreis überraschend, kam dann die Nachricht der Schließung der Einrichtung zum Jahresende. Was wir nun brauchen, ist ein verlässliches Integrationskonzept für unseren Nationalparklandkreis, um uns den künftigen Aufgaben und Anforderungen stellen zu können.

Entschieden entgegentreten sollten wir dabei allen, die unsere freiheitliche und demokratische Grundordnung nicht anerkennen oder manipulativ mit Ängsten spielen und durch bewusste Falschaussagen oder Aktionen diese gefährden. Wir als Gesellschaft sollten stark genug sein, diesen Einflüssen entgegen zu treten. Ein Zeichen dafür können wir unter anderem 2017 bei den anstehenden Bundestagswahlen setzen, und ich möchte Sie aufrufen, Ihr Wahlrecht in diesem Sinne zu nutzen.

Gerne blicke ich auf das Fest zum einjährigen Bestehen unseres Nationalparks in Schwollen zurück. Hier haben sich die Aktiven des Freundeskreises und das Dorf Schwollen selbst übertroffen! Die künftigen Veranstaltungsorte werden sich anstrengen müssen, um solch ein vielseitiges, engagiertes Programm auf die Beine zu stellen.

Anstrengen wird sich auch weiterhin die kommunale Familie, um die Regionalentwicklung in der Nationalparkregion weiter voran zu bringen und gegenüber der Landesregierung deren Zusagen einzufordern. Hierzu zählen auch der dringende weitere Ausbau der B 41 und die Realisierung der Hunsrückspange (L 190). Ein Zusammenschluss aus Politik, Unternehmen und der Verkehrsinitiative Viscon ist es zu verdanken, dass die ursprünglich aus dem Bundesverkehrswegeplan gestrichene Ortumgehung Martinstein nun doch im vordringlichen Bedarf steht. Dies zeigt, dass wir als Region mit einer Stimme sprechen müssen, um berechtigte Forderungen durchzusetzen. Im kommenden Jahr werde ich auch meine Orts- und Firmenbesichtigungen fortsetzen, um aus erster Hand zu erfahren, wo ggf. der Schuh drückt und um im Dialog mit den Menschen im Landkreis zu bleiben.

 Erfreulich ist die weitere Ansiedlung chinesischer Unternehmen im Oak Garden in Neubrücke und die Entwicklung der ICCN GmbH und der CCN AG. Der Landkreis Birkenfeld wird hierdurch in China mittlerweile sehr positiv wahrgenommen. Erfolgreich um weitere Fördermittel beworben hat sich der Kreis zudem im Bereich des Breitbandausbaus, und die neu gegründete Jugendkunstschule wird sicherlich mit interessanten Projekten und Angeboten für Jugendliche von sich reden machen. Auch konnten wir in Zusammenarbeit mit der Galerie Art Effect in Berschweiler sowie dem Café Artechino in Birkenfeld Alternativen für das vorrübergehend anderweitig genutzte Maler-Zang-Haus finden. Besonders hinweisen möchte ich noch auf das Jubiläum des  Fürstentums Birkenfeld  als ein Teil von Oldenburg. 2017 ist es 200 Jahre her, dass Birkenfeld ein Teil von Oldenburg wurde und bis 1937 blieb. Dies wird im Jubiläumsjahr mit verschiedenen Veranstaltungen gewürdigt werden. 

Ich wünsche Ihnen allen und Ihren Angehörigen frohe und besinnliche Festtage und alles Gute für das Jahr 2017!

Ihr Landrat

Dr. Matthias Schneider