Rechtzeitig auf die Schulreform einstellen -

Veröffentlicht am: 15.02.2008

ADD, Kreis und Stadt erörterten erste Fakten mit Schulleitern in Idar-Oberstein

Die anstehende Schulreform stand im Mittelpunkt des Gesprächs, zu dem der Leiter der Regionalen Schule Idar-Oberstein, Klaus Weyrich, im Namen der Schulleiter AG Idar-Oberstein eingeladen hatte. Neben den Regierungsschulräten Anna-Maria Brüse und Sigurd Hein von der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion Trier (ADD) waren Landrat Axel Redmer und Bürgermeister Frank Frühauf kompetente Gesprächspartner der Schulleiter aus dem Bereich Idar-Oberstein.

Landrat Redmer machte deutlich, dass die Verwaltungsreform voraussichtlich 2014 in Kraft trete. Die Entscheidung über künftige Schulträgerschaften müsse jedoch vorgezogen werden, damit Planungssicherheit für Investitionen gegeben sei. Es spreche vieles dafür, dass weiterführende Schulen in die Trägerschaft des Kreises übergehen. Klar sei bereits heute, dass das bestehende dichte Netz an weiterführenden Schulen nicht aufrecht erhalten werden könne. „Hierzu fehlt die erforderliche Anzahl der Schüler", begründete Redmer die anstehenden Veränderungen. Ein neuer Zuschnitt sei notwendig. Dabei müsse auch über Kreisgrenzen hinweg geplant werden.

Um hierfür eine solide Grundlage zu haben, sei es unerlässlich, einen Schulentwicklungsplan zu erstellen. Dies könne allerdings von der Schulabteilung des Kreises allein nicht geleistet werden. Externer Sachverstand sei nötig. Über eine Vergabe werde der Schulträgerausschuss bald entscheiden.

Einig waren sich die Schulleiter, dass bereits jetzt über Kooperationen nachgedacht werden müsse. Ziel dieser Überlegung müsse es sein, das herauszuarbeiten, was für die Schüler in den kommenden 15 Jahren von Bedeutung ist. Die Kooperationen müssten aber inhaltlich noch abgesprochen werden, so Helmut Pieroth, der Leiter der Realschule.

Die Vertreter von Kreis und Stadt waren sich einig, dass eine enge Zusammenarbeit der beiden Verwaltungen wichtig sei. Entscheidungen seien nur in Abstimmung mit den Schulen zu treffen. „Die Übergänge müssen vernünftig organisiert werden. Daher werden auch die Eltern rechtzeitig mit einbezogen", betonte Landrat Redmer.

Beim nächsten Beratungstermin sollen die Zahlen der bis dahin eingegangenen Anmeldungen erörtert werden. Daraus resultiere möglicherweise weiterer Handlungsbedarf.
Schulkonzept 07.02.08 Reg.Sch.IO
Mögliche Auswirkungen der Schulreform erörterten Vertreter von ADD, Kreis und Stadt mit den Schulleitern aus dem Bereich Idar-Oberstein.