Dank an die „Helden im Alltag" -

Veröffentlicht am: 15.02.2008

Ehrenamtlicher Einsatz bei der Preisverleihung im OIE-Domizil gewürdigt

„Sie alle sollten sich als Sieger fühlen", lobte Landrat Axel Redmer das Engagement der Kandidaten, die für den Wettbewerb „Helden im Alltag" nominiert wurden. Zur Preisverleihung der gemeinsamen Initiative von OIE und Nahe-Zeitung waren neben den Juroren die zehn Kandidaten, die von den NZ-Lesern für die Finalrunde nominiert wurden, in das Verwaltungsgebäude des Energieversorgers gekommen. Gewinner seien aber auch alle diejenigen, die von der geleisteten Arbeit profitieren, ergänzte Bürgermeister a.D. Peter Simon. Redaktionsleiter Kurt Knaudt sah den tieferen Sinn des Wettbewerbs darin, dass auf diese Art einmal denjenigen gedankt werden soll, die sich für andere einsetzen.

Bürgermeister und Landrat machten deutlich, dass es der Jury schwer gefallen sei, eine Auswahl zu treffen. Alle Aktivitäten seien imponierend gewesen. OIE-Vorstand Rainer Boost, der die Gäste begrüßte, zeigte sich besonders von der Resonanz beeindruckt. 778 Leser hätten ihre Stimme abgegeben.

Der erste Preis ging an Heiko Vögel, der als „Mann für alle Fälle" seit rund 30 Jahren für den TuS Kirschweiler aktiv ist. Er wäscht dort die Trikots, pflegt die Sportplätze, markiert das Spielfeld, assistiert beim Training und betreut die Schiedsrichter. Dafür und für viele weitere Einsätze erhielt er einen Scheck über 3.000 Euro, die dem Verein zu Gute kommen.

Für die Parkinson-Selbsthilfegruppe Idar-Oberstein nahmen Waltraud Maurer und Karola Ruppenthal einen Scheck über 2.000 Euro entgegen. Beide investieren viel Freizeit in die Arbeit der Gruppe, die mittlerweile auch in Birkenfeld aktiv ist.

Birgit Decker nahm für den verstorbenen Vorsitzenden des Freizeitclubs Sienhachenbach, Herbert Schmidt, den Scheck über 1.000 Euro entgegen. Schmidt war Gründungsmitglied und hat als Vorsitzender die Entwicklung des Vereins in außergewöhnlichem Maße gefördert. Unter anderem war er bekannt als Schmalfilmer, Lagerkoch und dafür, dass er unzählige Veranstaltungen organisierte.

Zusätzlich wurden zwei Sonderpreise für das Lebenswerk an Paula Krieger und Emil Grimm ausgelobt. Die 88-Jährige engagiert sich seit über 30 Jahren als „gute Seele" für Oberwörresbach. Sie pflegt unermüdlich die Außenanlagen am Dorfgemeinschaftshaus, am Ortseingang und auf dem Friedhof. Als Preis erhielt sie einen Kamelien-Baum und einen Gutschein für „stets frische Blumen". Emil Grimm widmete sich im Laufe von Jahrzehnten als „Allesmacher" der Arbeit in mehreren Vereinen und Institutionen. Hierzu gehören neben dem Kirchenchor auch der Gesangverein „Eintracht" in Kirchenbollenbach, der VdK, die Fußballabteilung des ehemaligen SV Kirchenbollenbach, der Gemeinderat und der Sportausschuss. Darüber hinaus hatte er beim Hochwasser 1967 einem vierjährigen Jungen das Leben gerettet. Da er sich in seiner Freizeit auch der Musik widmet erhielt er als Dank einen Notenständer aus Holz und einen Gutschein für Noten.

Helden des Alltags
Schecks für die „Helden des Alltags" überreichten Landrat Axel Redmer (2.v.re.), Bürgermeister a.D. Peter Simon (links), OIE-Vorstand Rainer Boost (hinten Mitte), NZ-Redaktionsleiter Kurt Knaudt (rechts) und Christa Becker (3.v.li.) von der Ehrenamtsbörse der Stadt Idar-Oberstein an Heiko Vögel (2.v.li.,) vom TuS Kirschweiler, Waltraud Maurer (5.v.re.) von der Parkinson-Selbsthilfegruppe und Birgit Decker (vorne rechts), die für den verstorbenen Herbert Schmidt vom Freizeitclub Sienhachenbach den Preis entgegen nahm. Jutta D'Orazio (4.v.re.) erhielt Lob von allen Seiten für ihre orgnisatorische Arbeit rund um den Wettbewerb.